27. Feb. 2004 (Kreiszeitung)
Für 1,40 Euro quer durch die Gemeinde
Weyher Bürgerbus: Seit 2001 über 21 000 Fahrgäste
Freie Fahrt voraus für den Weyher Bürgerbus. Der Trägerverein denkt schon an ein zweites Fahrzeug
WEYHE (yk) • Eine beeindruckende Zahl Seit der ersten Fahrt im Juni 2001 zählte der Weyher Bürgerbus bis zum Montag 21 069 Fahrgaste. Anja Deutsch-True und Wolfgang Schmidt vom Bürgerbus Verein legten diese stolze Zahl gestern wahrend eines Pressegesprächs im Weyher Rathaus vor. Damit hat sich diese im Landkreis bislang einmalige Einrichtung „etabliert und bewährt", wie es Schmidt ausdrückte.
Zu den vorhandenen Bus Linien 120 und 121 in Weyhe stellt der Bürgerbus als Linie 117 eine mittlerweile nicht mehr wegzudenkende Ergänzung im öffentlichen Personen Nahverkehr der Gemeinde dar, denn die 117 bedient vorrangig Außenbezirke (die von der 120 und 121 allein schon aus Kostengrunden nicht angefahren werden) und führt ins Zentrum. Unterstützt von "Weser Ems-Bus" leistet der Bürgerbus damit wichtige Dienste und schreibt schwarze Zahlen. Wolfgang Schmidt „Dank der noch laufenden Gemeindebürgschaft und der Sponsorenverträge haben wir nichts zulegen müssen."
Die Anbindung der Weyher Außenbezirke, vornehmlich für ältere Personen, die zum Arzt oder Einkaufen müssen, war Anlass, die 117 ins Leben zu rufen. Weyhes Bürgermeister Reinhard Osterloh: "Die Dinge haben sich entwickelt, die Zahlen sind beeindruckend". Mit der Linie 117 seien die berechtigten Belange älterer Mitbürger in den Außenbezirken der Gemeinde realisiert worden.
Wurden im Anfangsjahr 2453 Personen befördert, waren es 2002 schon 8313 und im Vorjahr 19236 - alle in der regulären ÖPNV Tarifklasse „H" für 1,40 Euro für das Ticket. Das reicht für einmal quer durch die Gemeinde.
Gefahren wird in zwei Schichten Von 8.13 bis 12.15 und von 14.13 bis 18.50 Uhr an allen Werktagen. Sonnabends und sonntags bleibt der Bus in der Garage. Es gibt 30 ehrenamtliche Fahrer, die auf Kosten des Vereins (107 Mitglieder) ausgebildet wurden, Nachwuchs gibt es. "aber wir suchen noch Fahrer, denn am Horizont sehen wir mittlerweile schon einen zweiten Bus, wenn wir Sponsoren finden", sagte Wolfgang Schmidt.