Der BürgerBus in der Presse.

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15. Juni 2005     (MZ Mittelbayerische Zeitung)

Erfolg der „Ökospinner"

Autoverweigerer Dr. Hoff initiierte beispielhaftes Projekt

VON MANFRED FORSTER

Dr. Torsten Hoff (41) ist leidenschaftlicher Zug- und Fahrradfahrer. Der Chemiker und Leiter des Zentrallabors im Klinikum Bremen-Nord, verheiratet und Vater von zwei Kinder (14 und 18), hat den Bürgerbus Weyhe auf die Räder gestellt, der inzwischen mit immer größerem Erfolg fährt. Auch Delegationen aus Norwegen und Schweden haben sich mittlerweile dafür interessiert. „Es tut gut, ein bisschen Verantwortung für eine tragfähige Mobilitätsform in unserer Gemeinde übernehmen zu können", begründet (der politisch nicht aktive) Dr. Hoff seine Motivation, sich hier zu engagieren. Die MZ hat bei Dr. Torsten Hoff nachgefragt.

Wie kam es zu der Idee für den Bürgerbus?

Dr. Hoff: Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung zur „Lokalen Agenda 21" in Weyhe äußerten 1998 einige Bürger den Wunsch nach einem besseren örtlichen Busverkehr. Dieser Wunsch wurde von der anschließend gegründeten Agenda-Arbeitsgruppe „Verkehr" aufgenommen. Letztlich entstand die Idee einer „Pensionärsbuslinie". Weitere Recherchen zeigten dann, dass man andernorts auf eine ähnliche Idee gekommen war und sie „Bürgerbus" getauft hatte. Vor allem in Nordrhein-Westfalen (NRW) mit seiner Nähe zu Holland, wo schon länger so genannte „Buurtbusse" unterwegs sind, hilft diese Idee „autolosen" Menschen, mobil zu sein und „autoüberdrüssigen" Menschen, ihr Auto abzugeben und dadurch auch noch Emissionen zu senken. In NRW fahren Bürgerbusse in 40 bis 50 Gemeinden. In Niedersachsen gibt es mittlerweile mindestens sieben Bürgerbus-Vereine.

Welche bürokratischen Hürden galt es zu überwinden?

In erster Linie waren die gängigen Vorurteile „Ökospinnern" gegenüber abzubauen. Durch ein schlüssiges und finanzierbares Konzept und „seriöse" Kooperationspartner gelang es uns aber rasch, Politik, Verwaltung und Verkehrsverbund zu überzeugen.

Wie finanziert sich das Projekt?

Durch Fahrgelderlöse, Mitgliedsbeiträge, Spenden und die Unterstützung eines Sponsors.

Wie viele Fahrgäste haben Sie jährlich und sind Sie mit dieser Zahl zufrieden?

Wöchentlich mittlerweile über 300, Tendenz weiter steigend. Damit sind wir mehr als zufrieden.

Gibt es bereits andere Orte, in denen Ihr BB-Projekt ebenfalls umgesetzt wurde?

In unserer Nähe und nach ähnlichem Konzept fahren Bürgerbusse in Hude, Schwarmstedt und Winsen/Aller. Schon länger gibt es in Niedersachsen Bürgerbusse in Clausthal-Zellerfeld, Rehburg-Loccum und Nordhorn.

Nachgefragt ...

... bei Dr. Torsten Hoff

 
  Eine umfangreiche Dokumentation und detaillierte Informationen über den Bürgerbus in Weyhe gibt es auf der Internet-Seite des Betreibervereins. Sie hat folgende Adresse: www.buergerbus-weyhe.de

 

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